Hebammen aus Niedersachsen
Hebammenverband Niedersachsen e.V.

Am 10. Oktober 26 feierte der aktuelle Vorstand gemeinsam mit geladenen Gästen, Kreisdelegierten und Angestellten das 65. Jubiläum des Hebammenverband Niedersachsen e.V.

Im Oktober 1961 erfolgte die offizielle Gründung unter dem Namen „Landeshebammenschaft Niedersachsen e.V.“. Die Umbenennung in den heutigen Namen erfolgte 1999. Aktuell ist der HVN der Berufsverband für ca. 2300 niedersächsische Hebammen.

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Die Vorsitzenden Hilke Schauland und Susanne Huhndorf empfingen unter den geladenen Gästen das aktuelle Präsidium des Deutschen Hebammenverbandes, die niedersächsischen Hebammenprofessorinnen Dr. Oda von Raden, Dr. Mechthild Gross und Dr. Claudia Hellmers, mehrere ehemalige Vorsitzende des HVN sowie weitere Wegbereiterinnen und Netzwerkpartnerinnen u.a. von pro familia und dem Quag e.V.

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Hilke Schauland ist in der Reihe der ersten Vorsitzenden die achte. Ihre Vorgängerinnen Veronika Bujny und Uschi Fietz nahmen an der Feier teil. Als ehemalige zweite Vorsitzende waren Brigitte Salisch und Marga Brinkema anwesend. Susanne Huhndorf ist aktuell die neunte in der Reihe. (Foto, von links nach rechts: Uschi Fietz, Marga Brinkema, Susanne Huhndorf, Brigitte Salisch, Hilke Schauland und Veronika Bujny.)

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Der niedersächsische Gesundheitsminister Dr. Andreas Philippi konnte leider nicht persönlich vor Ort sein, schickte aber ein digitales Grußwort. Darin gratulierte er nicht nur zum Jubiläum, sondern hob auch die große Bedeutung des Hebammenberufs für Frauen und Familien sowie die gute Zusammenarbeit mit dem Hebammenverband Niedersachsen hervor.

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Aus der Rede des Ministers:

Die Quintessenz der Hebammenarbeit sei über alle Zeiten hinweg gleichgeblieben: Hebammen begleiteten Menschen in lebensprägenden Momenten, gäben Sicherheit, schafften Vertrauen und verbänden fachliche Professionalität mit Menschlichkeit und Empathie.

Der Hebammenverband bündele seit vielen Jahren die Interessen der Hebammen, mache ihre Stimme hörbar und setze sich für Anerkennung, gute Arbeitsbedingungen und eine frauenzentrierte Geburtshilfe ein – in einem Gesundheitssystem, das lange von Männern geprägt gewesen sei. Gerade angesichts des zunehmenden Drucks auf das Gesundheitswesen zeige sich, wie wichtig eine starke berufliche Vertretung sei. Als Stimme, Netzwerk und Impulsgeber sorge der Verband dafür, dass die Belange der Geburtshilfe in der gesundheitspolitischen Debatte Gehör fänden.

Zugleich betonte er, dass die Herausforderungen weiterhin groß blieben. Es brauche eine wohnortnahe, qualitativ hochwertige und familienorientierte Geburtshilfe, gute Rahmenbedingungen für Hebammen sowie eine Gesundheitsversorgung, in der ihre Expertise selbstverständlich anerkannt werde. Denn Geburt verlange gleichermaßen Kompetenz und Zuwendung. Abschließend dankte er allen Hebammen für ihren Einsatz, ihre Geduld, ihre Stärke und ihre tägliche Verantwortungsübernahme sowie dem Hebammenverband für sein unermüdliches Engagement, seine Beharrlichkeit und seine wichtige Stimme in der Gesundheitsversorgung.

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In ihrer Rede betonte Hilke Schauland, wie wichtig es für den Verband ist, in Netzwerken und mit Bündnispartner:innen zu arbeiten, um gemeinsam mehr zu erreichen. Susanne Huhndorf setzte das aktuell sehr notwendige Engagement für Demokratie, Vielfalt und Menschenrechte ins Zentrum ihrer Ansprache. Die Präsidentin des Bundesverbandes (DHV) Annika Warnierke unterstrich dies in ihrer Rede. Ulrike Hauffe als langjährige Aktive im Feld der Frauengesundheit brachte diese Themen zusammen und sprach über Verantwortung und Nachhaltigkeit in Bezug auf die gesellschaftspolitische Wirkung der Hebammenarbeit. Die ehemalige Präsidentin des Bundesverbands (DHV), Ulrike Geppert-Orthofer positionierte sich in ihrer Rede als „Fan“ des HVN, der sich seit so vielen Jahren in die Berufspolitik im Land, aber auch auf Bundesebene sehr aktiv einbringt.

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Prof. Dr. Mechthild Gross war es ein Anliegen zu betonen, dass die gute Umsetzung der Akademisierung mit den vier Standorten und je 40 Studienplätzen in Niedersachsen dem HVN (vor allem Veronika Bujny und Hilke Schauland, die damals erste und zweite Vorsitzende waren), zu verdanken ist.

Weitere Wortbeiträge kamen von Dagmar Sachse als ehem. Sozialdezernentin der Stadt Oldenburg, die damals mit dem HVN die Hebammenzentrale vor Ort aufgebaut hat, Prof. Dr. Claudia Hellmers, Gitta Scholz, Vorsitzende der "Gesellschaft für Qualität in der außerklinischen Geburtshilfe" QUAG e.V., Uschi Fietz und Veronika Bujny, die in ihrer kurzen Rede betonte, wie wichtig eine wohlwollende Übergabe an eine Amtsnachfolgerin ist.

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Außerdem anwesend waren Vorständinnen einiger weiterer Landesverbände und Mathilda Rieck vom pro familia Landesverband Niedersachsen.

Mit Musik und einem gemeinsamen Mittagsessen wurde die Feier abgerundet.

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