Hebammen aus Niedersachsen
Hebammenverband Niedersachsen e.V.

Viele von euch haben uns in den letzten Monaten gespiegelt, wie belastend und ungerecht die aktuellen Rahmenbedingungen in der Hebammenarbeit sind. Diese Stimmen bleiben nicht ungehört. Wir bringen sie zur Gesundheitsministerkonferenz nach Hannover – direkt dorthin, wo über die Zukunft unserer Arbeit gesprochen wird.

Homepage_KundgebungGMK

Lasst uns am 10. Juni in Hannover sein. Gemeinsam | laut, sichtbar und entschlossen. | Für Euch. Für uns.

Hebammen leisten unverzichtbare Arbeit, halten das System am Laufen und werden trotzdem immer wieder übersehen. Dabei ist Hebammenbetreuung gelebte Prävention. Schlechte Arbeitsbedingungen, zu wenig Unterstützung, reale Versorgungslücken für Schwangere, Gebärende und Wöchner:innen. Darum bringen wir diese Stimmen zur Gesundheitsministerkonferenz. Dorthin, wo über die Zukunft unserer Arbeit gesprochen wird. Denn wer bei Hebammenhilfe spart, zahlt doppelt.

Wir stehen zusammen, wir sind da, wir sind viele, und wir sind nicht zu übersehen.

Komm mit nach Hannover, setz ein Zeichen und mach deutlich, wie wichtig gute Rahmenbedingungen für Hebammen und Familien sind. Jede Stimme zählt. Deine auch.

⏰ 11 – 13 Uhr 📍 Hotel Wienecke XI – Hildesheimer Str. 308 – 30519 Hannover

Musik von @linski_jacobs

Pressemitteilung zum Thema hier downloaden

Pressemitteilung: Kundgebung bei Gesundheitsministerkonferenz: Wer an Hebammenhilfe spart, zahlt doppelt!

Am Mittwoch 10.06. kommen in Hannover die Gesundheitsminister:innen zur Gesundheitsministerkonferenz (GMK) zusammen. Zu diesem Anlass protestieren Hebammenlandesverbände und der Deutsche Hebammenverband (DHV) gegen das geplante Beitragssatzstabilisierungsgesetz und für bessere Arbeitsbedingungen. Alle 16 Landesverbände sowie der Bundesverband werden vor Ort bei einer Kundgebung direkt mit verschiedenen Landesminister:innen ins Gespräch gehen und ihre Forderungen sichtbar machen. Dazu sagt Hilke Schauland, Erste Landesvorsitzende des Hebammenlandesverbandes im gastgebenden Bundesland Niedersachsen: „Wir fordern den Erhalt der vollständigen Refinanzierung von Personalkosten bis zur Tarifgrenze – einschließlich Leitungsfunktionen, Hebammenkreißsälen und Praxisanleitung. Wir nehmen den Bundesrat beim Wort, dass sich die Länder hierfür einsetzen werden. Das Einfrieren des Pflegebudgets ab 2027 gefährdet die Hebammenversorgung in Kreißsälen massiv. Statt der notwendigen Eins-zu-einsBetreuung drohen wieder Betreuungsrelationen von einer Hebamme auf bis zu fünf Gebärende. Die Folgen sind mehr Interventionen, höhere Folgekosten, eine stärkere psychische Belastung der Frauen sowie eine zunehmende Abwanderung von Fachkräften.”

Ursula Jahn-Zöhrens, Beirätin für den Freiberuflichenbereich im DHV-Präsidium, ergänzt: „Wir begrüßen, dass der Bundesrat sich gegen eine Deckelung des Pflegebudgets ausgesprochen und zu einer Refinanzierung der Tariflöhne bekannt hat. Aber das allein reicht nicht aus. Die Sicherung von Personal und qualitativer Versorgung muss auch im ambulanten Bereich umgesetzt werden. Die dauerhafte Begrenzung der Vergütungssteigerungen muss ersatzlos gestrichen werden. Nicht nur ist das eine ungerechte und dauerhafte Schlechterstellung aller freiberuflich tätigen Menschen in den Gesundheitsberufen. Hebammen werden doppelt gestraft, da sie gerade erst den mangelhaften Hebammenhilfevertrag hinnehmen mussten. Wenn jetzt nicht nachgebessert wird, droht der Berufszweig wegzubrechen, obwohl die Studierendenzahlen in den letzten Jahren deutlich gestiegen sind. Hebammen brauchen eine funktionierende Selbstverwaltungsstruktur, eine angemessene Entlohnung und gute Arbeitsbedingungen.”

Weitere Informationen:

Der DHV hat ein Positionspapier mit fünf Forderungen zum Erhalt der Geburtshilfe und Hebammenversorgung in Deutschland vorgelegt: DHV-Positionspapier zum GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz (PDF)

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