Stillenenen

" Gäbe es einen neuen Impfstoff, der jedes Jahr den Tod von einer Million oder mehr Kindern
verhindern könnte, der zudem billig, sicher und oral zu verabreichen ist und keine Kühlkette
benötigt, würde er sofort zur zwingenden Notwendigkeit für die öffentliche Gesundheit erklärt.
Stillen vereint all dies und noch mehr, doch es braucht eine eigene funktionstüchtige Kette der
Unterstützung - die sachkundige Betreuung der Mütter, um ihnen Zuversicht zu vermitteln,
ihnen zu zeigen, was zu tun ist und sie vor schädlichen Praktiken zu bewahren.
Wenn diese Kette der Unterstützung in einer Kultur verloren gegangen ist oder Schaden
genommen hat, dann muss dies durch das Gesundheitswesen wieder gut gemacht werden."


[Quelle:Schutz, Förderung und Unterstützung des Stillens in Europa: Ein Aktionsplan]

Empfehlungen des DHV zum Stillen
Mit dem Stillen geben Frauen ihren Kindern den optimalen Start ins Leben. Hebammen wissen um die gesundheitlichen Nachteile der Flaschennahrung für Mutter und Kind und ermutigen daher Frauen, so lange zu stillen, wie sie und ihre Kinder es möchten. Die individuelle Beratung und Hilfestellung bei allen Fragen die das Stillen betreffen, sind eingebunden in die ganzheitliche Hebammenbetreuung während Schwangerschaft, Geburt, im Wochenbett und der Zeit danach.

Schwangerschaft
In der Schwangerschaft hat die Stillberatung und die Vorbereitung auf die Stillzeit ihren festen Platz, sowohl in der Schwangerenvorsorge, Schwangerenberatung, Geburtsvorbereitung oder in speziellen Kursen zum Thema Stillen.

Wochenbett und weitere Stillzeit
Stillberatung ist ein wesentlicher Bestandteil der Wochenbettbetreuung. Die Hebamme bleibt während der gesamten Stillzeit Ansprechpartnerin bei Fragen zum Stillen. Sie bespricht mit Ihnen Fragen zur Ernährung, zu gesundheitsförderlichen und auch - schädigenden Einflüssen bei Kind (und Mutter) und/oder bei auftretenden Stillproblemen.

Mögliche Probleme und Fragen:

  • Saugschwierigkeiten für das Kind (z.B. bei Flach- und Hohlwarzen oder Saugverwirrung)
  • Schmerzen beim Stillen (z.B. bei wunden Brustwarzen)
  • Zu viel oder zu wenig Milch
  • Milchstau und Brustentzündung
  • Abpumpen und Aufbewahrung von Muttermilch
  • Stillen und Erwerbstätigkeit
  • Beenden der Stillzeit
  • Besonderheiten bei Frühgeborenen und Mehrlingen

Neben der Betreuung durch die Hebammen sind Stillgruppen (s. Link) sehr hilfreich.
Mütter können sich hier - meistens mit professioneller Unterstützung - gegenseitig in
allen Fragen rund um die Ernährung und Entwicklung ihres Kindes beraten . Frauen, die eine Stillgruppe besuchen, stillen nachweislich länger und sind zufriedener mit ihrer Stillbeziehung.





WHO/Unicef -Initiative "babyfreundliches Krankenhaus"
Informationen zum besten Start ins Leben:

http://www.babyfreundlich.org

http://www.stillen-info.de


Stillen: WHO Ziel 2025



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Hilfe gibt es auch hier