B(r)eikost

Ab etwa einem halben Jahr braucht das Kind außer der Muttermilch zusätzliche Nährstoffe,
z.B. Eisen und Zink.
Der Zeitpunkt der Beikosteinführung sollte ganz individuell von der körperlichen Reife des einzelnen Babys abhängig gemacht werden. Eltern können sich dabei an folgenden Reifezeichen orientieren:

  • Das Baby kann - mit etwas Unterstützung - sitzen
  • Es sollte sich vom Rücken auf den Bauch und vom Bauch auf den Rücken drehen können.
  • Der Zungenstoßreflex ist zurückgebildet. Das bedeutet, dass Nahrung, die in den Mund
    gesteckt wird nicht gleich von der Zunge wieder heraus geschoben wird.
  • Das Baby zeigt Bereitschaft zum Kauen.
  • Es kann mit den Händen Nahrung aufnehmen und in den Mund stecken.
  • Das Kind zeigt deutliches Interesse am Essen, wenn es mit am Tisch sitzt.
  • Es kann aber auch - durch Wegdrehen oder Zurücklehnen des Kopfes - zeigen, dass
    es satt ist.

Mit Einführung der Beikost ist die Stillzeit nicht vorbei. Der überwiegende Teil der Ernährung sollte
auch im zweiten Lebenshalbjahr aus Muttermilch bestehen. Die Milch passt sich in ihrer Zusammensetzung den Bedürfnissen des heranwachsenden Säuglings an. So steigen z.B. die Immunstoffe in der Muttermilch nach sechs Monaten wieder an und erreichen mit etwa 20 – 24 Monaten ihren Höchststand - ein Level, das so hoch wie in der zweiten Lebenswoche ist. Diese Immunstoffe sind immer in der Muttermilch enthalten – egal wie oft Sie noch stillen. Sie schützen Ihr Baby oft ein Leben lang vor vielen Krankheiten. Stillen ist ein Geschenk fürs Leben – für das gestillte Kind, für die stillende Mutter und für die Gesellschaft! Stillen Sie, solange Sie und Ihr Baby das möchten und suchen Sie sich Rat und Unterstützung in Stillgruppen und bei Ihrer Hebamme.

Zu Fragen der Beikosteinführung ist die Hebamme die kompetente Ansprechpartnerin.
Sie ist bis zum Ende der Stillzeit (egal wie alt das Kind ist) - bei nichtstillenden Frauen bis das Baby neun Monate alt ist - bei Fragen zur Ernährung zuständig.


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